Stressreaktion

Ausgangspunkt der Stressreaktion ist eine Situation, in der ein innovativer Stimulus, ein neues Bedürfnis oder eine unbekannte Anforderung hinzukommt. Daraufhin werden im ersten Schritt die Einflüsse selbst bewertet. Sollten sie keine Stressoren darstellen, verändert sich die Situation nicht.
Werden die Einflüsse als Stressoren kategorisiert, muss in einem zweiten Schritt die Situation bewertet werden. Stellt jene dann eine Stresssituation dar, so müssen Handlungsmöglichkeiten gefunden werden.
Im dritten Schritt wird die Situation auf ihre Lösungsmöglichkeiten überprüft. Dabei ist entscheidend,  ob genügend Ressourcen vorhanden sind, um dem Stressor entgegenzuwirken oder ob die Ressourcen nur für die Bewältigung der bereits bestehenden Anforderungen (Arbeitsalltag o.ä.) ausreichen.
Wird eine Handlungsmöglichkeit gefunden, so wird entweder das Verhalten oder das Verhältnis geändert, d.h. entweder der Umgang mit der Situation wird geändert oder die Situation selbst.

Gelingt dies nicht, tritt die Ermüdungsphase ein und viele Funktionen des Körpers werden geschwächt. Die Ressourcen reichen dann meist auch nicht mehr aus, um die Anforderungen, die vorher keinen Stress darstellten (s.o. Arbeitsalltag) zu bewältigen. Somit werden die  Anforderungen zu Stressoren.

Die Stressreaktionen sind immer von den Vorerfahrungen abhängig.  Hat man die Situation noch nie erlebt, so wird sie als gefährlich eingestuft, da noch keine Reaktionsmöglichkeiten internalisiert wurden. Je besser man die Situation kennt und je positiver die Erfahrungen mit der Bewältigung ausfielen, desto weniger lösen die Situationen Stress aus. Wird bei einer Situation jedoch erkannt, dass der Bewältigungsversuch beim letzten Mal gescheitert ist, so entsteht nicht nur Stress, sondern es werden auch oft falsche Bewältigungsstrategien verwendet, weil man (mit der vielleicht richtigen) beim letzten Mal keinen Erfolg hatte.